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AKTUELLES ZUM FILM

Die DVD zum Film ist überall im Handel erhältlich.

 

Die Premierenfeier am 4. September 2011 im Kino "Filmkunst 66" in Berlin

 

Eine Zusammenfassung von Rüdiger Ohst

 

Der mit 28° C für Berlin als letzter Sommertag dieses Jahres angekündigte 4. September 2011 war eigentlich kein typischer Kinotag. Und doch fanden sich rund 120 Mitwirkende, Freunde und Familienangehörige ein, um der einmaligen gemeinsamen Kinovorführung im Kino Filmkunst 66 in Berlin ihres Films "The First Time - Bedingungslose Liebe" beizuwohnen. Vor der Aufführung war genug Zeit, um sich bei erfrischenden Getränken wieder ‚bekannt' zu machen. Denn nach neun Jahren haben sich doch einige, zumindest dem Aussehen nach, sehr verändert. Es wurde eifrig erzählt, Telefonnummern und Kommunikationsadressen ausgetauscht.

 

Im klimatisierten Kinosaal gab es dann statt der üblichen Werbung vor einem Film kurze Reden. Nach der allgemeinen Begrüßung und kurzen Chronik des Filmprojekts durch den maßgeblich an der Postproduktion beteiligten Nils Weckbecker erinnerte der Produktionsleiter, Rüdiger Ohst, an einige Begebenheiten während des Filmdrehs, die zur allgemeinen Heiterkeit führten. Hier ein kleiner Ausschnitt:

 

Zu Drehbeginn war das Drehbuch noch nicht fertig gestellt. Nach Drehschluss hat Timmy am Drehbuch weiter gearbeitet und es auf Band - als ‚Hörspiel' - gesprochen. Alle zwei Tage habe ich mit meiner Mitarbeiterin bei meiner regulären Arbeitsstelle einen Tausch vorgenommen. Besprochenes Band gegen Datei.

 

Einmal kam Timmy zu mir und sagte, er möchte eine Szene mit einem Wal drehen. Die gibt es aber in einem europäischen Aquarium nicht, sondern nur in den USA. Da der Flug dorthin unser Budget mehr als gesprengt hätte, gab es diese Szene nicht. Timmy hat mir bis heute nicht verraten, an welcher Stelle des Films diese Szene eingefügt werden sollte.

Recht blauäugig haben wir dann am ersten Ferientag 2002 mit einem ambitionierten Drehplan von vier Wochen und drei drehfreien Tagen mit den Szenen in der Anna-Freud-Oberschule begonnen. Am dritten Drehtag sind wir dann zur Insel Scharfenberg gefahren, um dort im Internat zu drehen. Ich glaube alle, die an diesem Nachmittag dabei waren, werden ihn nicht vergessen haben. Es gab diesen enormen Sturm, der über Deutschland hinweg fegte, und der eine Schneise der Verwüstung hinterließ. Außer einer Beule am Kotflügel des Autos eines unserer Techniker gab es für uns keinen direkten Schaden. Aber einen Indirekten. Die Schulbehörde verhängte ein Drehverbot auf Scharfenberg.

 

Ergebnis: zwei Tage Drehpause (von den eingeplanten drei Tagen), weil ein neuer Drehort gefunden werden musste. Die bereits fertigen Teile des Drehbuchs wurden daraufhin von Internat auf WG umgeschrieben.

Der längste Drehtag dauerte übrigens 23 Stunden. Denise schlief bis zu ihrem Auftritt um 03:30 Uhr im Auto, was einige andere auch gern getan hätten. Nach Drehende um 06:00 Uhr gab es für uns nur 4 Stunden Schlaf, dann ging es weiter. Gut in Erinnerung ist mir auch noch der Dreh in der Disco Matrix, wo wir quer durch Berlin gefahren sind um dann festzustellen, dass wir die Kameras vergessen hatten. Oder der Besuch der Wasserschutzpolizei bei dem Nachtdreh am Strand in Grünau, wo auch noch der Stromgenerator seinen Geist aufgab.

 

Nach dem letzten Drehtag war Timmy so ausgepumpt, dass er sofort mit allen Klamotten auf dem Schlafsofa in meinem Wohnzimmer eingeschlafen ist. Ich habe dann noch die Kassetten zurückgespult. Plötzlich schreckte Timmy hoch und meinte "Wir müssen noch die Szene mit … drehen, in 20 Minuten geht es los." Es war eine Szene, die im Drehbuch gar nicht vorkam. Ich meinte nur, dass ich mich darum kümmern und ihn wecken würde, wenn alles vorbereitet ist. Er hat bis zum Mittag des nächsten Tages geschlafen und konnte sich an nichts mehr erinnern. Sein Unterbewusstsein hatte ihn aber nicht getäuscht. Tatsächlich hatten wir eine Sommerszene vergessen zu drehen, die dann in den Herbstferien bei recht kühlem Wetter nachgedreht wurde.

 

Mit den Wintereinstellungen mussten wir ohnehin bis Dezember warten und sind dann ins Erzgebirge gefahren, wo Schnee lag. Dort ist dann endgültig die letzte Einstellung am 28. Dezember 2002 abgedreht worden. Insgesamt haben wir an 35 Drehtagen über 70 Stunden Filmmaterial eingedreht.

Die Postproduktion haben dann Timmy und Nils übernommen. Sie haben mit gleichem Einsatz wie beim Dreh alle Rückschläge gemeistert und die Steine, die Ihnen in den Weg gelegt worden sind, unermüdlich beiseite geräumt.

 

 

Das Ergebnis, der Film, liegt jetzt vor. Nun, es ist keine Hollywood-Produktion, aber, obwohl er durchaus Geld gekostet hat, für ein ‚No-Budget' - Jugendprojekt ist es meines Erachtens ein guter Film, vor dem sich keiner, der daran mitgewirkt hat, zu schämen braucht.

Für den Einsatz und das Ergebnis möchte ich mich bei Timmy und Nils herzlich bedanken.

 

Bevor der Film dann begann, bedanke sich Timmy Ehegötz bei allen und wünschte einen entspannten Filmgenuss.

Auch wenn der Ton etwas zu laut eingestellt und aufgrund der Entfernung einige Einstellungen recht Dunkel erschienen (es ist eben eine DVD für den Fernseher) war doch ein Gefühl von Gemeinsamkeit, Zugehörigkeit, Bangen, Hoffen, Traurigkeit und Freude im Saal. Am Ende gab es einen lang anhaltenden Applaus und viel lobende Worte, die nicht aus Gefälligkeit ausgesprochen, sondern ehrlich gemeint waren.



"The First Time - Bedingungslose Liebe"
besitzt eine Gesamtspielfilmlänge
von 91 Minuten und ist überall im Handel erhältlich.
Den Vertrieb übernimmt die "Edition Salzgeber" aus Berlin.

 

 

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© Copyright 2012 by Timmy Ehegötz. Presented by Beyond Pictures.

 

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